Wie Textilien wirklich recycelt werden – und warum es komplizierter ist, als viele denken

Textilrecycling ist in aller Munde, aber was passiert eigentlich mit alten Kleidern und Stoffen, nachdem wir sie in die Sammelbox werfen? Der Gedanke, alte Kleidung in neue Produkte zu verwandeln, klingt einfach. In der Realität ist der Weg vom alten T-Shirt zum neuen Material technisch anspruchsvoll – und noch lange nicht flächendeckend gelöst.
Wie Textilien wirklich recycelt werden – und warum es komplizierter ist, als viele denken
Textilrecycling ist in aller Munde, aber was passiert eigentlich mit alten Kleidern und Stoffen, nachdem wir sie in die Sammelbox werfen? Der Gedanke, alte Kleidung in neue Produkte zu verwandeln, klingt einfach. In der Realität ist der Weg vom alten T-Shirt zum neuen Material technisch anspruchsvoll – und noch lange nicht flächendeckend gelöst.
Sammlung und Sortierung
Der erste Schritt im Textilrecycling ist die Sammlung. Altkleider werden über kommunale Sammelstellen, Spendenboxen oder Händler-Programme eingesammelt. Anschließend folgt eine Sortierung nach Material und Zustand: Gut erhaltene Stücke werden oft direkt weiterverkauft oder gespendet. Stark abgenutzte Textilien werden für das Recycling vorbereitet. Eine genaue Trennung der Fasertypen ist entscheidend – nur ein sauber sortierter Ausgangsstoff lässt sich zuverlässig verarbeiten.
Mechanische und chemische Prozesse
Die gebräuchlichste Methode ist das mechanische Recycling: Textilien werden zerkleinert und zu Fasern verarbeitet, die für Füllmaterial oder grobe Stoffe wiederverwendet werden können. Problematisch sind hier Farbreste und blendende Materialien, die die Qualität mindern können.
Für synthetische Stoffe wie Polyester gibt es zudem chemische Recyclingverfahren. Hier werden Polymerketten in ihre Grundbausteine zerlegt und anschließend zu neuen Fasern aufgebaut. Das Ergebnis kann qualitativ nahe an neuwertige Materialien herankommen – ein großer Vorteil gegenüber rein mechanischen Ansätzen.
Herausforderungen und Zukunft
Textilrecycling steckt noch in den Kinderschuhen. Blends aus verschiedenen Materialien, fehlende Infrastruktur und hohe Kosten bremsen die Entwicklung. Trotzdem investieren Unternehmen und Forschung zunehmend in neue Technologien, um echte Kreisläufe zu schaffen.
Textilrecycling ist kein Wundermittel, aber ein wichtiger Baustein, wenn wir den Ressourcenverbrauch der Mode- und Lifestyle-Industrie reduzieren wollen.
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